Helden auf vier Pfoten – Rettungshundestaffel der Feuerwehr Vilsheim

Vilsheimer Feuerwehrhunde retten vermisste Person aus dem Wald

Vilsheim – Die Feuerwehr Vilsheim hat ihre neu gegründete Rettungshundestaffel am vergangenen Wochenende mit Bravour auf die Probe gestellt. Gleich beim ersten Einsatz konnten die vierbeinigen Retter ihre Spürnasen unter Beweis stellen und eine vermisste Person aus einem Waldstück nahe der Ortschaft wohlbehalten retten.

Die Entscheidung, eine Rettungshundestaffel in die Feuerwehr zu integrieren, fiel erst vor wenigen Wochen. „Wir haben festgestellt, dass unsere Löschfahrzeuge auf unwegsamem Gelände an ihre Grenzen stoßen. Da dachten wir uns: Warum nicht ein paar gut trainierte Hunde einsetzen?“, erklärt Kommandant Lukas Ecker.

Erster Einsatz: Ein voller Erfolg

Der erste Alarm für die neue Einheit ließ nicht lange auf sich warten. Ein ortsansässiger Pilzsammler hatte sich am Sonntagvormittag in den Tiefen des Vilsheimer Forsts verirrt. Während die Feuerwehrleute sich noch mit ihren Navigations-Apps abmühten, hatten die vierbeinigen Einsatzkräfte die Spur längst aufgenommen. „Unser Labrador Rudi hat gleich geschnüffelt und losgelegt. Nach nur zehn Minuten hatten wir den Vermissten gefunden – und er war nicht einmal angeknabbert!“, freut sich Staffelleiterin Sarah Thurnreiter.

Der 63-jährige Pilzsammler war überglücklich, als er von den feuchten Schnauzen der tierischen Helden geweckt wurde. „Ich dachte zuerst, ein Wolfsrudel hat mich umzingelt, aber dann habe ich das Feuerwehrlogo an den Geschirren gesehen. Eine echte Erleichterung!“, so der Gerettete.

Einsatzbereitschaft rund um die Uhr – mit Snacks als Bezahlung

Die Rettungshunde werden ab sofort rund um die Uhr für Einsätze bereitstehen. Der größte Vorteil: Sie brauchen weder Diesel noch Batterien – nur ein paar Leckerlis und Streicheleinheiten. „Das ist nachhaltige Einsatztechnik!“, betont Ecker augenzwinkernd.

Nach dem erfolgreichen Einsatz feierten die Feuerwehrleute mit den neuen vierbeinigen Kollegen bei einem Grillabend. „Natürlich haben wir für unsere tierischen Retter auch Würstchen auf den Rost gelegt – sie haben sie sich redlich verdient!“, so Thurnreiter.

Ob sich die Feuerwehr Vilsheim demnächst auch eine Rettungskatze anschafft, bleibt unklar. „Die würde vermutlich erst mal eine ausgiebige Mittagspause machen, bevor sie jemanden rettet“, scherzt der Kommandant. Eins ist jedoch sicher: Die Vilsheimer können sich ab sofort auf tierischen Beistand verlassen.